SoundMorph’s Galactic Assistant – den hat man gern an seiner Seite!

Habt ihr euch schon mal gefragt wo all die tollen Space-, Laser– oder Robotersounds in den populären Videogames kommen? Ich mich schon. Bei meinen Recherchen bin ich auf eine Firma gestoßen, die sich dem entwickeln von Soundeffekten für die ganz großen Spiele verschrieben hat. Unter anderem haben sie für Mass Effect 3 und Mass Effect 2 Sounds designt. Der Name der Firma ist SoundMorph. Ihren Sitz haben die Jungs in San Francisco und Montreal.

Ich habe jetzt das Vergnügen, euch den Galactic Assistant vorstellen zu dürfen. Bei dieser Software handelt es sich aber nicht um ein Plugin das in eine DAW eingebunden werden kann, aber das ist auch gar nicht notwendig bzw. liegt das Augenmerk hier ganz woanders. Warum, werde ich euch auch gleich näher erläutern.

SoundMorph Galactic Assistant

SoundMorph’s Galactic Assistant

Das Programm ist in fünf übersichtliche Bereiche unterteilt: Allgemeine Einstellungen (General Settings), den Tongenerator (Tone Generator), Beeper 001, Beeper 002 und den FM Synthesizer. Grafisch ist der Galactic Assistant sehr ansprechend aufgebaut, mit u.a. seinen gelben LEDs und dem großen Waveform-Fenster, das fast über die ganze Breite geht.

In jedem Bereich gibt es einen Reverb Send-Regler, der den Anteil des Reverbs regelt, einen Level-Regler und den Dice-Button (bei den Beepern nur bei Beeper 001), der zufällige Einstellungen erzeugt. So kann man einfache und schnelle Ergebnisse bekommen, falls man nicht selbst an den Parametern „herumschrauben“ will. Der Level-Regler ist für die Lautstärke des jeweiligen Bereichs zuständig. Somit ist es auch möglich einige Bereiche komplett stumm zu schalten, was ich persönlich sehr praktisch finde.

Gehen wir kurz näher auf die einzelnen Bereiche ein:

Allgemeine Einstellungen (General Settings):

Hier findet man Dinge wie das Audio Setup, eine Auswahl für den gewünschten MIDI Input (sofern vor dem Start angeschlossen!) einen Reverb-Effekt, der sich auf alle Bereiche gemeinsam auswirkt (Regelung über Reverb-Send), und die Preset-Verwaltung.
In dieser können schnell und einfach die erstellten Sounds abgelegt werden. Man kann auch alle Presets auf einmal als Datei abspeichern und diese dann später über den „Load“-Button wieder einfügen. Klickt man auf einen dieser gelben „Bälle“ in der Preset-Verwaltung, ertönt auch gleich der Sound, der dort hinterlegt ist. Von Beginn an sind sechs Presets vorbelegt, die aber auch wieder gelöscht und durch eigene (max. 36 Slots) ersetzt werden können.

Wie kommen nun die erstellen Klänge in meine DAW?

Das geht mittels der Recording-Funktion, die sich auch unter den General Settings befindet. Klickt man auf den Rec-Button, wird das nun abgespielte Audiomaterial als WAV-File aufgenommen und nach Betätigung der Stop-Taste erscheint ein Speichern Unter-Dialog.

Tone Generator:

Eines der Herzstücke vom Galactic Assistant ist der Tone Generator. Hier lässt sich, genauso wie beim FM Synth, die Hüllkurve einzeichnen. Dazu klickt man einfach mit der Maus in das Feld um einen neuen Punkt zu erstellen, den man dann auch beliebig verschieben kann. Über dem Hüllkurven-Fenster befinden sich, wie auch bei dem FM Synth, schon acht vorgezeichnete Kurven die über die hellblauen Kugel-Buttons aufgerufen werden können.  Mit dem Time-Regler kann man die Ausgabezeit des Signals verkürzen oder verlängern, so lassen sich z.B. abgehackte oder kurze Töne erstellen. Mit Speed stellt man die Geschwindigkeit der Schwingungen der vier Oszillatoren (OSC) ein.

Bei meinem Test konnte ich, je höher ich den Wert der OSC’s einstellte, ein immer schrilleres und höheres Signal erzeugen. Dasselbe gilt auch für den Hipass (ein Hochpassfilter), auch mit diesem lässt sich die Tonhöhe des Signals nach oben bringen bzw. klingt es heller.

Besonders cool fand ich noch den Freq Sweep, dieser moduliert die Frequenzen und erzeugt ein in der Tonhöhe absteigendes oder auf- und absteigendes Signal. Um sich diesen Effekt besser vorstellen zu können, hier ein Klangbeispiel:

Beeper 001, Beeper 002:

Die beiden Beeper sind sozusagen das Sahnehäubchen für jeden erstellten Sound. Sie verleihen jedem FX-Sound noch eine besondere Note. Die Design-Möglichkeiten sind hier jeweils so ausgelegt dass auf jeden Fall ein Beep oder ein Blip-Sound herauskommt. Mit dem Beeper 002 und seinen Features der Ringmodulation und des Hochpassfilters, ist es außerdem möglich R2-D2-ähnliche Robotersounds zu generieren.

FM Synthesizer (FM Synth):

Ein weiteres Herzstück, zu dem wir jetzt kommen, ist der FM Synthesizer. Zwar sind auch hier die Optionen begrenzt, aber es geht ja auch vorrangig darum „galaktische“ FX-Sounds zu erstellen. Ganz oben ist wieder der Bereich wo man sich austoben kann, was die gewünschte Hüllkurve angeht. Etwas weiter unten befinden sich Regler um den Oszillator zu definieren. Die Besonderheit hier: Es gibt für den rechten und den linken Kanal des Stereosignals jeweils eigene Einstellungsmöglichkeiten. Das gilt auch für das Delay, das sogar zweimal vorhanden ist. Gerade wenn man hier die Parameter für rechts und links, möglichst unterschiedlich einstellt kommt das Stereo-Feeling, mit unterschiedlichen Sounds auf jedem Ohr, sehr gut rüber (extra mit Kopfhörer getestet 🙂 ).

Hier dazu ein Klangbeispiel, am besten auch mit Kopfhörer anhören:

Hier noch die Feature-Angaben von Soundmorph:

Galactic Assistant features:

  • One tone generator
  • Two beep generators
  • One FM synth module
  • Save and recall presets
  • Randomized parameters
  • Record and export audio files within the synth while performing
  • New feature: shift click on knobs & sliders to midi learn and control them
  • Compatible with Mac and PC (32 bit and 64 bit)

Fazit:

Wer ein Tool sucht um sich schnell und einfach seine eigenen Effekt-Sounds, im Bereich der Blips, Beeps, Drones und Chipsounds, zu erstellen, der ist mit dem Galactic Assistant bestens bedient. Melodiöses lässt sich mit den eingebauten Synthesizern nicht erzeugen. Macht aber gar nix, denn dazu war das Programm wahrscheinlich auch nie gedacht. Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß beim Testen und konnte schon einige tolle FX-Sounds erzeugen.

Den Galactic Assistant gibt es schon für $19 USD, was ihn fast schon zu einem No-Brainer-Deal macht.

Hier noch ein Video von SoundMorph:

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Veröffentlicht am 6. September 2013 in Allgemein, Effekt, Synthesizer und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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