Mobil Musik machen auf Android Geräten

Lange Zeit war es kaum vorstellbar dass es einmal möglich wäre mit einem Android Smartphone oder Tablet Musik zu produzieren, dies war in vielen Bereichen den Geräten mit dem Apfel vorbehalten. Die Zeit verging, das Betriebssystem von Google wurde weiterentwickelt und mit jedem neuen Release stabiler und performanter. Mittlerweile gibt es einige richtige gute Tools, um unterwegs (oder auch zu Hause) elektronische Musik auf dem Android Device zu kreieren.

Android Logo

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Immerhin geht der Trend immer mehr zur Nutzung des Tablets. Einige Zahlen (Stand 2012):

  • In Deutschland gibt es mittlerweile 9,7 Millionen Tablet-Nutzer
  • In England (UK) gibt es mittlerweile 9,8 Millionen Tablet-Nutzer
  • In Frankreich gibt es mittlerweile 7,3 Millionen Tablet-Nutzer
  • In Spanien gibt es mittlerweile 6,0 Millionen Tablet-Nutzer
  • In Italien gibt es mittlerweile 6,3 Millionen Tablet-Nutzer

Anzahl verkaufter Tablets 2012: weltweit 145 Millionen, davon in Deutschland: 4,4 Millionen

Anzahl verkaufter Tablets 2011: weltweit 76 Millionen, davon in Deutschland: 2,1 Millionen

Die weltweiten Tablet-Verkäufe sind 2012 um 91 Prozent gestiegen!!

(Quelle: ComputerBild 17/2013)

Man sieht also der Tablet-Boom ist noch lange nicht vorbei!

Ich werde hier nur die Features einiger Programme zeigen, da es den Rahmen sprengen würde auf jede aktuell verfügbare App näher einzugehen. Auf jeden Fall gibt es mittlerweile auch für die „Androiden“ eine ordentliche Auswahl an Software zum mobilen Musikmachen.

FL Studio Mobile

Noch nicht so lange auf dem Markt, aber eines der umfangreichsten und besten Tools um unterwegs ernstzunehmende Projekte anzufangen ist FL Studio Mobile von Image-Line. Was dieses Produkt noch interessanter macht, ist die Möglichkeit dass man die erstellen Dateien in die FL Studio Desktop PCVersion übertragen und dort weiterbearbeiten kann. Einziges Manko sind die Kosten für die App (14,95€), wobei die Erfahrungsberichte immer wieder dasselbe aussagen: Es ist jeden Cent wert!

Hier ein Video zu den Features von FL Studio Mobile:

CAUSTIC 2

Nicht so schön wie das FL Studio Mobile aber durchaus geeignet um unterwegs damit zu arbeiten ist die App CAUSTIC 2 von Single Cell Software. Dieses Programm ist in der Google Play-Community auch sehr beliebt und es gibt schon viele Erweiterungs Packs (auch kostenlos!) mit neuen Sounds für die Synthesizer. Ich habe schon einige Songs damit erstellt und finde die Navigation und das Handling annehmbar. Alle Schaltflächen, Regler und Knöpfe sind für den Touchscreen optimiert und einwandfrei bedienbar. Von Caustic gibt es außerdem eine PC-Version, so können auch hier die Projekte weiter bearbeitet werden, allerdings ist der Funktionsumfang der PC-Version der gleiche, da es eine reine Portierung ist.

Auch für CAUSTIC 2 gibt es ein schönes Video, in dem das wichtigste kurz angeschnitten wird:

UPDATE: Seit 14.12.2013 gibt es Caustic in der Version 3.0.0 siehe hier: Link

SPC Sketchpad 2

Bei dem Sketchpad 2 von Mikrosonic liegt das Hauptaugenmerk auf dem Verwenden von fertigen Samples und Loops. Veredelt wird der Sound mit den vier verfügbaren Effekt-Slots mit jeweils fünf auswählbaren Effekten (Distortion, Reverb, Delay, Phaser und Filter). Ein Step-Sequenzer ist außerdem mit an Bord. Startet man die App öffnet sich eine Oberfläche, die die sechzehn mit Samples befüllbaren Touchpads angezeigt. Die geladenen Samples können entweder als Loop, One-Shot oder mit dem integrierten Step-Sequenzer (16 Pattern) wiedergegeben werden, zudem lassen sie sich in ihrer Länge kürzen. Das Sketchpad 2 war eine der ersten Apps die ich mir zum mobilen Musikmachen besorgt habe. Mir persönlich ist es zu kompliziert als dass ich damit richtig kreativ werden könnte, denn die Benutzeroberfläche ist ziemlich verschachtelt und oft muss oder will man schnell etwas ändern, tut sich aber dann schwer das benötigte Feature rechtzeitig aufzurufen. Für zwischendurch macht es jedoch riesigen Spaß da man damit schnelle Resultate erzielen kann.

RD4 – Groovebox

Das nächste Tool das ich hier kurz beleuchten will hat mich von Anfang an sehr an Propellerhead’s ReBirth erinnert. Der Grund ist, auch in RD4 von Mikrosonic, gibt es eine TB-303 Emulation und eine Drummachine, die mit zehn verschiedenen Drum Kits dann doch etwas mehr bietet, aber eben auch die legendären Sounds der TR-808 und der TR-909. Es gibt aber auch einige Unterschiede die die RD4 – Groovebox zu etwas eigenem machen. Da wäre zum Beispiel der analoge Synthesizer, der drei Oszillatoren mit 6 verschiedenen Wellenformen beinhaltet. Er ist lt. Mikrosonic monophonen Synthesizern aus den siebziger Jahren nachempfunden. Zudem gibt es mehr Effekte (Reverb, Delay, Phaser, Filter und Distortion), jeweils mit einem X-Y Kontrollpad ausgestattet, was die Bedienung sehr benutzerfreundlich macht. Diese App ist mein persönlicher Favorit von allen hier genannten, da es genau meinen Anforderungen an ein mobiles „Musikstudio“ gerecht wird. Sowohl Design, als auch die Steuerung, die Möglichkeiten sowie der Preis, hier ist alles so wie es sein soll.

Am besten ihr schaut euch noch das Video des Herstellers dazu an:

Reactable Mobile

Ein weiteres cooles Programm um Musik auf dem Tablet oder Smartphone zu machen ist Reactable Mobile. Warum man es sich auf jeden Fall mal näher anschauen sollte erfahrt ihr hier: Link

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Veröffentlicht am 11. September 2013 in Allgemein, Mobil und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Im Juli kommt uFXloops, mit einem etwas anderen Konzept, aber unglaublich vielen Sounds und Arrangement Möglichkeiten. Es gibt schon Videos davon, einfach mal nach uFXloops suchen oder bei ufxloops.com schauen.

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