Cableguys Curve 2 – Für alle die auf Kurven stehen!

Aus unserer Hauptstadt Berlin kommt wieder einmal eine tolle Softwareschmiede, die sich in den letzten Jahren mit einigen innovativen Plugins einen Namen gemacht hat. Die Cableguys! Unter anderem haben die Jungs einen sehr interessanten virtuellen Synthesizer entwickelt, den Curve 2. Er ist die Weiterentwicklung des Curve, der bereits 2009 erschienen ist und damals schon einiges an tollen Features auf dem Kasten hatte. Grund genug sich einmal näher mit der zweiten Version zu beschäftigen.

Cableguys Curve 2

Cableguys Curve 2

Die Software wurde für Windows und Mac, sowohl für 32 Bit– und 64 Bit-Systeme programmiert und verzichtet (zum Glück!) auf umständliche Installations- und Registrierungsprozeduren. Die Cableguys senden dem Käufer per E-Mail einen Link für den Download mit entsprechendem Benutzer und Passwort inklusive Lizenzfile und kurzer Installationsanleitung zu. Anschließend wird nur noch die heruntergeladene DLL-Datei in das Plugin-Verzeichnis kopiert und im Programm selbst dann mit den Benutzerdaten und dem Keyfile aktiviert. So einfach kann es sein! Hier sollten sich andere große Firmen mal ein Beispiel nehmen.

Die Features des Curve 2

Der Sound des Curve 2 wird von bis zu drei Oszillatoren erzeugt. Zudem verfügt der Synthesizer über zwei Filter mit je zehn Filtertypen, die in verschiedenen Möglichkeiten dem Oszillator zugeordnet werden können.

zuweisbare Filter für die OSCs

Bild 1.1: zuweisbare Filter für die OSCs

Die möglichen Filtertypen

Bild 1.2: Die möglichen Filtertypen

Neben den Filtern befindet sich gleich der Bereich mit den vier LFOs. Diese lassen sich entweder frei in ihrer Geschwindigkeit bis zu 5,24kHz oder in einer festen Rate einstellen, die mit dem Tempo des Host-Sequenzers abgeglichen wird. Hier kann man zwischen unterschiedlichen Längen (siehe Bild 2) wählen.

Längen der LFO Rate

Bild 2: Längen der LFO Rate, abhängig von der BPM-Zahl in der DAW

Wie man dem Bild 1.1 entnehmen kann, können jedem der drei Oszillatoren jeweils zwei Wellenformen, von den zehn maximal verfügbaren, zugeordnet werden. Apropos Wellenformen, mit diesem Stichwort kommen wir zum eigentlich besonderen des Curve 2. In dem großen Editorfenster (siehe Bild 3), das auch grafisch dadurch hervorgehoben wird, dass es über allem anderen steht und den meisten Platz im Hauptfenster des Curve 2 einnimmt, kann man sich so richtig mit der Maus austoben. Die verrücktesten Kurvenkombinationen aus Sägezahn-, Dreieck-, Rechteck- oder Sinus-Wellenformen können somit schnell und einfach kreiert werden und das Beste daran ist, man sieht genau was man macht.

Im unteren Randbereich des Editorfensters befinden sich außerdem Buttons zur weiteren Bearbeitung der erstellten Kurve oder um schnell neue Wellenformen zu erstellen. Unter anderem lässt sich hier die Rastergröße verändern oder es kann die Kurve schrittweise komplett nach unten, oben, links und rechts verschoben werden. Auch eine Invertierung der X- und Y-Werte ist möglich. Toll ist auch die Option dass man sich von der Kurve einen Snapshot erstellen kann, um diesen dann bei Bedarf wieder aus dem Speicher holen zu können. Dieses Feature lässt sich aber sicherlich noch ausbauen, da es momentan wirklich immer nur eine Wellenform, von allen zehn, im Zwischenspeicher geben kann.

Das Editorfenster

Bild 3: Das Editorfenster

Ein weiteres Highlight des Curve 2 ist die vor Möglichkeiten nur so strotzende Modulationsmatrix (siehe Bild 4). Hier können verschiedene Parameter miteinander in Abhängigkeit gesetzt werden, damit sich diese gegenseitig beeinflussen. Natürlich muss man für so ein komplexes Modul etwas Zeit mitbringen, um dieses vollständig begreifen zu können. Am Ende lohnt es sich aber, denn mit den verfügbaren Modulationen kann man einem Sound quasi den letzten Schliff geben, um ihn noch besser klingen zu lassen.

Die mächtige Modulationsmatrix

Bild 4: Die mächtige Modulationsmatrix

Auf jeden Fall ist diese Matrix in Zusammenhang mit den frei gestaltbaren Wellenformen das Merkmal, das den Curve 2 von den vielen anderen Synthesizern, die momentan auf dem Markt erhältlich sind, abhebt und zu etwas besonderem macht. Auch Synthesizer-Beginner können sich vielleicht besser mit dem Erzeugen von Klängen auseinandersetzen, wenn sie deutlich vor Augen haben was sie da zusammenbasteln.

Weitere tolle Features sind unter anderem das Feld im unteren rechten Eck, das hilfreiche Informationen zu den einzelnen Funktionen des Synthesizers bereithält, sobald man mit der Maus darüberfährt. Auch die Vielfalt der „ab Werk“ verfügbaren Presets ist gigantisch hoch. Sie stehen in einer Bibliothek bereit, die sich mit einem Server im Internet abgleicht, auf den Curve 2-User ihre erstellten Presets hochladen können und somit anderen Benutzern kostenfrei zur Verfügung stellen. Als ich für den Test die Preset-Library abgeglichen habe, standen 3309(!) Dateien zum Download verfügbar.

Die Preset-Bibliothek des Curve 2

Bild 5: Die Preset-Bibliothek des Curve 2

Fazit:

Der Curve 2 hat mich echt begeistert, da es mit ihm möglich ist schnell und einfach großartige Sounds zu erzeugen, oder besser gesagt zu gestalten.  Das Konzept „What You See Is What You Get“ macht großen Spaß und so können schon einige Stunden ins Land ziehen, in denen man die tollen Features und Möglichkeiten dieses Plugins austestet. Auch die Fülle an Voreinstellungen, die der Synthesizer von Beginn an mitbringt und die durch die Verbindung zum Internet auch immer wieder erweitert werden kann, lässt keine Wünsche offen. Von mir also eine klare uneingeschränkte Kaufempfehlung!

Aktuell kostet der Curve 2 119€ und ist über die Webseite der Cableguys verfügbar.

Link: Cableguys Curve 2

Klangbeispiele:

Und noch ein sehr schönes Tutorial-Video:

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Veröffentlicht am 13. September 2013 in Allgemein, Plugin, Synthesizer, VST und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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