Cableguys VolumeShaper 4 – Pump up the Volume!

Nachdem schon Anfang des Jahres eine neue Version des FilterShaper erschienen ist, hat das Team der Cableguys nun auch dem VolumeShaper neue Funktionen und ein neues Gewand spendiert. Was erwartet uns alles in der neuen Version? Wo und wie setzt man den VolumeShaper 4 am besten ein? Ich habe mir das Plugin einmal zur Brust genommen.

VolumeShaper 4 Hauptfenster

VolumeShaper 4 Hauptfenster

Installation

Der VolumeShaper 4 ist für Windows- und Mac-Systeme, in 32 – und 64 Bit, entwickelt worden. Die Registrierung ist wie immer sehr einfach. Von den Cableguys bekommt man nach dem Kauf eine E-Mail mit einem Link für den Download mit entsprechendem Benutzer und Passwort inklusive Lizenzfile und kurzer Installationsanleitung. Installiert wird das Plugin dann mittels einer Setup.exe (PC) bzw. Installer-Pkg (Mac). Das Programm selbst kann dann mit der registrierten Mailadresse und dem Keyfile aktiviert werden.

Die Benutzeroberfläche

Was mir als erstes wieder sehr positiv aufgefallen ist, ist die simple Aufmachung des VolumeShaper 4. Ein Blick genügt und man hat sofort das Konzept des Plugins und die Bedienelemente erfasst. Es kann also ohne große Umschweife losgehen.

Da schon bei der alten Version 3 des VolumeShaper grau und schwarz die dominanten Farben waren, war nur noch etwas Feinschliff notwendig um das Aussehen des neuen VolumeShaper 4 dem des FilterShaper 3 und des Curve 2 anzupassen. Somit sind nun fast alle Plugins der Cableguys (der MidiShaper ist noch in dem alten Design) in denselben schwarzen und grauen Farben mit dem gewohnten orange bei den Reglerpositionen und den anpassbaren Kurven. Wobei es bei den Farben der Kurven noch eine Neuerung gibt, doch dazu später mehr. Wer also schon mit den anderen oben genannten Programmen gearbeitet hat findet sich schnell in der überarbeiteten Benutzeroberfläche zurecht, da sehr auf ein einheitliches Design geachtet wurde.

Die Bedienelemente sind alle sehr gut zu erreichen und lassen sich ohne Probleme mit der Maus bedienen. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit das Plugin mittels Midi-Befehlen anzusteuern.

Die Features des VolumeShaper 4

Wie man schon oben auf dem Screenshot erkennen kann ist der VolumeShaper 4 für verschiedene Anwendungsbereiche ausgelegt. Für diese Bereiche (Ducking, Trimming, Rhythm und Basics) haben die Entwickler auch schon verschiedene vorgefertigte Wellenformen bereitgestellt. Ob man nun auf diese Presets zurückgreift oder aber lieber selbst Hand anlegt bleibt aber jedem für sich überlassen. Ich finde die Verwendung der Voreinstellungen auf jeden Fall eine sehr gute Möglichkeit um sich mit dem Plugin besser vertraut zu machen oder um diese als Grundlage für eine weitere Bearbeitung zu nutzen.

Die Gestaltung oder auch das Erstellen der Kurven ist wieder so einfach zu handhaben wie auch schon bei den anderen Plugins der Cableguys. Alle Einstellungen kann man mit der Maus vornehmen, indem man irgendwo Punkte per Klick in den Wellenform-Editor einsetzt und die Welle mittels Ziehen und Schieben der gesetzten „Points“ anschließend in die gewünschte Form bringt.

Das der VolumeShaper 4 aber deutlich mehr kann als nur die Lautstärke zu beeinflussen wird deutlich sobald man sich etwas näher mit dem linken Bereich der Bedienelemente, dem LFO und dem neuen Feature, dem Multi-Band Processing (das gezielte Bearbeiten drei verschiedener Frequenzbänder (low/mid/high)), befasst.

Der LFO bietet verschiedene Synchronisations-Optionen, wie zum Beispiel synchron zu einem bestimmten Beat (abhängig von dem der DAW), dessen Loop-Länge man bequem über ein Dropdown-Menü auswählen kann, oder einer bestimmten Hertzfrequenz, die man per Drehregler einstellt.

LFO synchron zum Beat

LFO synchron zum Beat

Einstellung der Hertzfrequenz

Einstellung der Hertzfrequenz

Das Arbeiten mit den drei verschiedenen Frequenzbändern ist eines der Highlights des VolumeShaper 4. Dazu verschiebt man nach Bedarf in dem kleinen Editor-Fenster die Begrenzungen für die Bänder Low, Mid und High, je nachdem wo das eine aufhören und das andere anfangen soll. Der Frequenzband-Editor lässt sich mit einem Klick auf die Lupe auch an die Fenstergröße des Plugins anpassen, so dass man noch mehr Details sieht und noch genauer arbeiten kann. Mit dem kleinen „S“ lässt sich der ausgewählte Frequenzbereich solo, also ohne die anderen Bereiche, anhören. Wenn man alle drei Frequenzbänder unterschiedlich einstellt, kann man quasi einen 3-Ebenen-Sound erzeugen. Da jeder der drei Bereiche dann anders klingt, bekommt man das Gefühl aus einer Spur drei gemacht zu haben. Das finde ich persönlich sehr genial. Um die drei Bänder auch grafisch auseinanderhalten zu können, haben die Entwickler dem Low Band die Farbe Grün, dem Mid Band die Farbe Orange und dem High Band die Farbe Gelb gegeben.

Bearbeiten der Frequenzbänder mittels Band-Splitting

Bearbeiten der Frequenzbänder mittels Band-Splitting

Große Ansicht der Frequenzbänder

Große Ansicht der Frequenzbänder

Ein weiteres geniales Feature das der VolumeShaper 4 mit an Bord hat, ist die Cloudbasierte Preset-Bibliothek, die sich auf Wunsch mit den Cableguys-Servern abgleicht und die neuesten Presets herunterlädt.

Die VolumeShaper 4 Preset-Library

Die VolumeShaper 4 Preset-Library

Fazit:

Der VolumeShaper 4 ist ein Must-Have für alle die im EDM-Bereich Musik produzieren. Er bietet nicht nur Trimming-, Ducking- oder Sidechain-Funktionen sondern setzt mit dem neuen und sehr cool gemachten Multi-Band Processing noch einen drauf, wenn es um die Bearbeitung des Sounds rund um die Lautstärke geht.

Aktuell kostet der VolumeShaper 4 30€ und ist über die Webseite der Cableguys verfügbar.

Link:

VolumeShaper 4

Ergänzend zu diesem Review empfehle ich dieses sehr gute Video:

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Veröffentlicht am 20. November 2014 in Allgemein, Effekt, Plugin, VST und mit , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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