Sugar Bytes Looperator – Bitte wiederholen Sie!

Das ist ja mal eine sehr schöne Überraschung! Wo andere schon die Kaufhäuser stürmen, den Christbaum huckepack nach Hause transportieren und den alten Baumschmuck aus dem Keller entstauben, da veröffentlicht das Team der Sugar Bytes noch ein Plugin. Schon das zweite in diesem Jahr. Hat sich die Arbeit bis in die Adventszeit gelohnt? Ich habe mir das Multi-Effekt-Plugin Looperator mal genauer angesehen.

Der Looperator von Sugar Bytes

Der Looperator von Sugar Bytes

Installation

Die Installation des Plugins ist relativ einfach. Nach dem Kauf des Plugins bekommt man eine E-Mail mit dem Link zur Registrierung und der individuellen Seriennummer. Dort kann man sich nach Angabe der registrierten E-Mail-Adresse und der erfolgreichen Registrierung im Sugar Bytes-Downloadbereich einloggen und das gewünschte Setup für Windows oder OS X herunterladen.

Für Windows liegen folgende Auswahlmöglichkeiten zur Installation von Looperator vor: VST 32- und 64bit Plugin, RTAS Plugin (Pro Tools) und AAX Plugin (Pro Tools 10.3.5+).

Die Benutzeroberfläche

Jeder der schon mal mit Sequenzern gearbeitet hat wird sich nach dem Öffnen von Looperator sofort ohne Probleme zurechtfinden. Die Oberfläche ist wie bei allen Sugar Bytes-Plugins wieder einmal sehr übersichtlich und gut durchdacht designt worden. Die unterschiedlichen Effekt-Spuren sind farblich voneinander getrennt, auch in den Effekt-Auswahlmenüs, so dass man ohne Probleme sofort erkennt auf welcher Spur man arbeitet. Die einzelnen Elemente und Einstellungsmöglichkeiten (Regler, Buttons usw.) sind mit der Maus sehr gut zu erreichen und lassen sich einwandfrei bedienen, da sich der Looperator in einem verhältnismäßig großen Fenster öffnet. Die einzelnen Effekt-Spuren lassen sich auch nach oben oder unten verschieben und so nach Wunsch anordnen, wobei man hier beachten muss dass der Signalweg des Looperators von oben nach unten geht.

Looperator Hauptfenster

Looperator Hauptfenster

Die Features des Looperator

Der Looperator bietet sechs Effekt-Spuren (Slice, Filter, Loop, Env, FX 1 und FX 2) mit unterschiedlichen Effekten und Möglichkeiten. Hinter jeder Spur befindet sich ein Random-Button (Würfel-Symbol) der per Zufall aus den vorhandenen Effekten für die jeweilige Spur eine Effekt-Kette generiert. Zudem lässt sich mittels des Volume-Buttons die Lautstärke jeder Spur individualisieren.

Im oberen Bereich des Looperators sind außerdem Einstellmöglichkeiten zur Abspielgeschwindigkeit des Loops, die man an die Geschwindigkeit des Hosts anpassen kann (1/2, 1/4, 1/8) oder man wählt eine freilaufenden Modus. Rechts daneben befindet sich die Preset-Auswahl, ein Speichern-Button, die Undo– und Redo-Funktion, der Init-Button, mit dem alle oder einzelne Spuren zurückgesetzt werden können und der Random-Button, der zufällig die Effekte in der gesamten Matrix setzt.

Will man nun einen Effekt einsetzen, so klickt man einfach mit der Maus auf einen der 16 Steps in der gewünschten Spur. Der ausgewählte Step wird nun umrandet und es erscheint ein Pluszeichen in der Mitte. Klickt man auf dieses Pluszeichen so öffnet sich ein weiteres Menü mit den vorgefertigten Effekten, einem Random-Button für unentschlossene, einem Tie-Button und einem Delete-Button. Zu jedem Effekt, außer dem Slice-Effekt, gibt es 20 Voreinstellungen plus 4 frei definierbare, sogenannte „User-steps“.

FX2 Effektauswahlmenü

FX2 Effektauswahlmenü

Wem also die vorgefertigten Effekteinstellungen nicht genügen, der kann sich bei den „User-steps“ austoben. Wie man auf dem untenstehenden Screenshot erkennen kann, werden die unterschiedlichen konfigurierbaren Effekte mittels eines Drop-Down-Menüs ausgewählt umso die einzelnen Parameter manuell zu bearbeiten.

Die "User-steps" der FX 2-Spur

Die „User-steps“ der FX 2-Spur

Für jede Effekt-Spur gibt es gemäß der Voreinstellungen auch in den frei definierbaren „User-steps“ eine andere Auswahl an einstellbaren Funktionen. Auf dem untenstehenden Screenshot lässt sich dies sehr schön erkennen. Es handelt sich hierbei um den Filter-Effekt. Da sich in den Voreinstellungen für diese Effekt-Spur Variationen von Highpass-, Lowpass- und Vowel-Filtereinstellungen (ja, auch der wunderbare Vowel-Filter ist wieder mit dabei) befinden, sind logischerweise auch nur Modifikationen für diese beiden Filtertypen in den „User-steps“ möglich. Bei den beiden FX-Spuren wurde diese Auswahl noch um ein paar zusätzliche Effekte, die nicht in den Voreinstellungen auftauchen wie z.B. Grain, Chaossynth, Ring Modulator, erweitert.

Die "User-Steps" der Filter-Spur

Die „User-Steps“ der Filter-Spur

Die Besonderheit der Slice-Effekt-Spur besteht darin dass sie nur 16 Voreinstellungen bzw. einstellbare Anzahl an Slices (Schnitten) enthält umso den Sound dementsprechend zu zerhacken. Auch die „User-steps“-Funktion wurde weggelassen. Hätte hier auch nur wenig Sinn gemacht.

Fazit:

Wie gewohnt hat das Sugar Bytes Team ein tolles Programm abgeliefert. Überzeugt hat mich das Plugin vor allem aufgrund seiner einfachen Bedienung und dem übersichtlichen Design. Auch die Vielfalt und die große Anzahl der einzelnen Effekte ist großartig. Ohne viel Zeit zu investieren kann man tolle Resultate erzielen und z.B. vorhandene (Drum-)Samples mit ausgefallenen Effekt-Ketten aufhübschen. Ich kann nur jedem, der momentan ein gutes Multi-Effekt-Plugin sucht, den Looperator wärmstens ans Herz legen.

Link:

Sugar Bytes Looperator

Klangbeispiele:

Videos:

 

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Veröffentlicht am 22. Dezember 2014 in Allgemein, Effekt, Plugin, VST und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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